Samstag, 29.10.2016

Sonntag, 30.10.2016

 

Hallo Leute!
Bitte 1000 mal um Entschuldigung, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe.
Inzwischen habe ich sehr, sehr viel erleben dürfen. Unter anderem konnte ich meine Eltern endlich wieder in die Arme schließen und Ihnen einige schöne Eindrücke von England mit auf den Weg nach Deutschland geben.
Aber dazu ein anderes Mal, sobald Margarete und ich die Fotos rausgesucht haben.
Heute würde ich gerne ein englisches Buch empfehlen, welches einer meiner Lehrer veröffentlicht hat und welches mich so mitgerissen hat, dass ich es an zwei Abenden verschlungen habe.
Es heißt lost Seoul und wurde von John Mayston verfasst. Die Erzählung handelt von Charlotte, genannt Char, die sich nach ihrem Universitätsabschluss als Englischlehrerin in Südkorea ihrer Mutter beweisen möchte. Gleichzeitig versucht sie, von ihrem gewalttätigen Exfreund loszukommen. Als sie jedoch aus Vergesslichkeit ihren Vertrag nicht durchliest, gerät sie bald in eine Situation, aus der es kein Entkommen zu geben scheint.
Das Buch ist einfach geschrieben und sehr authentisch, da John selbst einige Zeit in Korea unterrichtet hat und so den Akzent der Koreaner mit in sein Buch einfließen lässt. Allgemein ist viel in gesprochener Sprache geschrieben, wodurch man das umgangssprachliche Englisch auch einmal erleben kann, ohne dass die Handlung flach wird. Ich muss allerdings auch warnen: Es ist eine sehr dunkle und realistisch erzählte Geschichte mit einem kontroversen Ende, das einen so schnell nicht mehr loslässt. John beschönigt in seiner Erzählung rein gar nichts, aber genau das hat mir so an diesem Buch gefallen.
Das Buch könnt ihr auf Amazon bestellen.
https://www.amazon.com/Lost-Seoul-John-Mayston/dp/1516843851

So viel heute von mir.

Bis bald.

Margarete

Montag, 03.10.2016

Ich heiße Margarete und begleite Pervin bei ihrem Aufenthalt in Oxford. Wir lernten uns vor genau einem Jahr kennen. Pervin unterstützte mich bei meinen türkischen Hausaufgaben, die wir im vergangenen Jahr in den Cafes rund um das Goethe gemeinsam erledigten. Als sich Pervin entschied, nach Oxford zum Englisch-Kurs zu gehen, zögerte ich nicht lange und nahm das tolle Angebot an. Bis heute genieße ich es, ins englische Sprachbad zu tauchen, mit den internationalen Studenten in Kontakt zu kommen und es ist erfrischend, sich mit den jungen Menschen, die im Alter meiner Enkelkinder sind, auszutauschen.
Was wir so alles hier erleben, wird ja von Pervin schon auf dem Blog dargestellt. In der Zwischenzeit haben wir beide schon eine Infrastruktur aufgebaut. Wir sind gut vernetzt in den Shops, wir wissen wo wir gute Einkäufe machen können, wo wir die beste Latte bekommen ( im Cafe Nero), die gefüllten sizilianischen Hörnchen (im Coco), die günstigen Samosas (bei unserem Marokkaner), den guten Börek (im Cafe BonJour), die ultimativ besten Zitronentörtchen (bei unserem Algerier in der Cowley Road), Fish and Chips (im Pub 4 Candles), die Reihe lässt sich fortsetzen. Wir gewinnen fast täglich neue Kontakte. Unser Nachbar Bryan flirtet gerne mit uns. Wir haben einen indischen Busfahrer, der uns immer freundlich begrüßt und uns erzählt, dass er immer noch Heimweh nach Kerala hat. Dick ist ein älterer Herr, der uns öfters im Bus begegnet, uns über das englische Wetter unterrichtet und nebenbei erzählt, dass er bis zum achten Lebensjahr das ganze Jahr über kurze Hosen trug, zum Beweis trägt er sie auch heute noch. Penny freut sich über uns, wenn sie uns im Bus trifft, denn dann kodmmt sie rechtzeitig zur Arbeit und wir auch. Im EuroFood-Laden möchte die polnische Verkäuferin gerne mit uns Deutsch lernen. Tim sorgt für unsere Fitness im Gym, welches wir für ein paar Pennies besuchen können. Auch unter den Studenten gibt es nette Kontakte, wir beide waren auch schon zu einem 19ten Geburtstag in den o.a. Pub eingeladen. Anzumerken ist, dass dann natürlich Englisch gesprochen wird. Wir beide sind rundum mit unserem englischen Leben zufrieden.

London tour Klappe die Erste

Freitag, 30.09.2016

Erst einmal: Danke danke danke für die lieben Kommentare. Wir können gar nicht oft genug betonen, wie sehr wir uns jedes Mal freuen.

@ Herr Höreth: ich wünsche Ihnen viel Spaß mit meinen Eltern. Möge es ein unterhaltsamer, entspannter Nachmittag werden.

@Peter: Wir haben sehr viel Spaß zusammen und auch du scheinst die gattenfreie Zeit nicht in Langeweile zu verbringen.

@Mehmet abi: Ich war jetzt endlich in London, aber das Museum hebe ich mir für einen Regentag auf.

@Selim abi: hoffentlich ist dir die Lust an meinem Blog noch nicht vergangen und du ließt noch weiterhin mit Interesse.

@Manni: Jetzt wo ich die typisch englische Küche ja schon länger los bin, eröffnet sich mir die Vielfalt Englands so richtig... :-) Du hast Recht, die typisch englische Hausfrau kocht größtenteils mit Tiefkühlgemüse und viel Fett. Da haben wir echt Glück, in eine Multikultifamilie gekommen zu sein, die auch noch die traditionellen, durch aus leckeren Rezepte wie Sonntagsbraten oder fish pie kennt.

 

Was hatte ich gesagt? Ohne große Unternehmungen kommen wir zwei einfach nicht aus.

Das Verlangen nach Abenteuern packte uns wieder, und da beschlossen wir, einfach mal spontan nach London zu fahren, zudem es ja ein wunderbar sonniger Tag war.

Wir wollten es ganz entspannt angehen, deshalb beschlossen wir, erst einmal die Gegend um Victoria Station herum zu erkunden. Gab ja auch genug, Buckingham Palace und der Green Park waren ja schon groß genug.

Als wir dann vor dem Palast ankamen, betrug der Eintritt jedoch um die 18 Pfund. Das war es uns dann aber nicht so wert, da die Schlange riesig lang war und zudem der Wachwechsel schon vorbei war. Ich möchte auf jeden Fall noch rein, aber wenn überhaupt, dann nur zum Wachwechsel. Und zudem war ihre Majestät nicht zu gegen, da sie sich derzeit noch in Schottland befindet. Wir waren sehr erbost, da sie uns ja so nicht empfangen konnte... :-) Sobald mal vier statt zwei Wachen vor dem Palasttor stehen, weiß ich, dass wir zwei hochwohlgeborenen ladies unseren Besuch ankündigen werden.

Es ist schon etwas seltsam, wenn die Wache so steif vor dem Tor hin- und hermarschiert wie vor 200 jahren. Ich habe mich gefragt, ob ohne die Touristen wohl noch so ein Aufhebens gemacht werden würde, vor allem, falls nach dem Brexit weniger kommen (die genauen Konsequenzen kennt ja momentan kein Mensch). Margarete und ich sind jedoch zum Schluss gekommen, dass auch ohne Touristen die Traditionen für die Briten so wichtig sind, dass auch nach dem Brexit die Soldaten stundenlang steif und unbewegt mit ihren Säbeln vor dem Tor stehen und ihren Sold kassieren werden, während Sicherheitsmänner mit Maschinengewehren für die wirkliche Sicherheit sorgen, egal, ob die Wirtschaft gerade den Bach hinunter geht oder nicht.

 

Die Wache vor dem Palast

 

zwei Damen vor dem Eingangstor

 

Denkmal für die gefallenen englischen Soldaten des Zweiten  Weltkriegs

 

Margie ganz entspannt im Green Park

 

Als uns dann nach einem Snack zumute war, sind wir noch ins Hardrock Kaffee gegangen. und was war? Eine riesige Schlange. Wir dachten schon: Nein, das tun wir uns jetzt nicht an. Aber es wurden Gott sei Dank zwei Plätze frei und wir durften uns sogar an den Tisch setzen, an dem die Beatles höchstpersönlich gespeist hatten.

Pervin am Beatles Tisch

 

Margie mal ganz übermütig

Blick ins Hardrock Kaffee

 

Vor dem Kaffee, Pervin posiert nach guter alter Rockväter Sitte

 

 

So viel erst einmal von mir.

Bis bald.

18.09.2016

Sonntag, 18.09.2016

Hi Leute, dachte, ich lasse mal wieder von mir hören… Sorry, dass die Einträge in letzter Zeit seltener werden, aber momentan hat sich eher der schulische Alltag eingespielt, größere Erlebnisse kommen aber sicher wieder.

Das Wetter war letzten Sonntag tatsächlich so schön, dass wir mit meiner Gastfamilie nach Bournemouth an den Strand gefahren sind und dort einen wunderschönen Tag am Meer verbracht haben. Ins Wasser konnte ich als Tochter des Südens nicht gehen, da die Temperatur sich doch etwas zu sehr vom Mittelmeer unterscheidet…laughinglaughing

                                                                                                                                          

So viel also mal von mir.

Bis Bald.

Dienstag, 06.09.2016

Mittwoch, 07.09.2016

Erst einmal möchte ich mich für die lieben Kommentare bedanken. Sie zeigen mir, dass meine Berichte auch gerne gelesen werden und ich so meine Erfahrungen teilen kann.

Es passiert so unglaublich viel, dass ich gar nicht weiß, wovon ich berichten soll.

Daher heute einfach mal ein paar mehr bildliche Eindrücke, mehr Text kommt wahrscheinlich bald zu einem anderen Thema (racial prophiling in England), worüber ich noch am Recherchieren bin.

                                                                                         

Der Eingang unseres Hauses. Die Blume ist eine Dahlie.

Hier sitzen wir mit unserer tollen Gastfamilie gemütlich um den Tisch. Margarete ist auf diesem Bild nicht zu sehen, sie war aber auch da. Wir hatten türkische Dolma (mit Hackfleisch gefüllte Paprika) gekocht, was allen köstlich gemundet hat.

 

Ein tender moment aus dem Schmetterlingshaus des Blenheim Gardens. Eigentlich steht da ein Schild, dass man die Schmetterlinge nicht berühren soll (hätte ich mich auch nie getraut, geschweige denn geschafft J) ), aber hey, der ist ehrlich zu mir gekommen!

. Jetzt wird auch klar, warum der Blenheim Palace nebst Garten Weltkulturerbe ist. Die Eiche ist sicher Jahrhunderte alt.

 

Gemütliche Teerunde mit Freunden aus der Sprachschule, von denen leider schon allzu viele wieder weg sind.

 

So viel erst einmal.

Macht‘s gut.

Seneca's secret fish pie

Donnerstag, 01.09.2016

 

Hi Leute,

 

bei mir läuft es gerade richtig gut. Es ergeben sich viele Kontakte und in jeder Ecke der Stadt gibt es unendlich viel zu entdecken.

 

Heute aber mal ein Rezept. Unsere Gastmutter Seneca kocht wirklich besser als jeder Sternekoch. Da ihre Eltern aus Ghana und Jamaika kommen, ist das Essen wirklich super abwechslungsreich. Heute gibt es jedoch mal ein englisches Rezept.

 

Fish Pie

für 5-6 Person

Zutaten:

-1 Esslöffel Öl

-150g Garnelen (prawns)

-150g weißen Fisch

-150g Lachs

-6 Zehen Knoblauch

-1 mittlere Zwiebel

-2 Würfel Gemüsebrühe

-1 Becher Sahne

-2 Tassen Milch

-2 Esslöffel Mehl (zum Eindicken)

-1 Tasse Erbsen aus der Tiefkühltruhe

-1 Tasse Maiß aus der Tiefkühltruhe

-1/2 Teelöffel Petersilie

 -6-8 mittlere Kartoffeln

-Hartkäse nach belieben

Zubereitung:

Dämpfe Zwiebeln und Knoblauch zusammen mit der Petersilie im Öl an. Zerbrösle die Brühwürfel und gebe sie hinein. Füge Mehl und Milch hinzu, danach den klein geschnittenen Fisch und die Krabben, anschließend die Hälfte der Sahne sowie Maiß und Erbsen. Lasse alles auf kleiner Flamme köcheln, bis der Fisch gut durch ist.

In der Zwischenzeit kochst du die Kartoffeln und zerstampfst sie anschließen. Vermische den Kartoffelbrei mit einem Esslöffel Butter, einem halben Becher Sahne und geriebenem Hartkäse.

Fülle den Fisch unten in eine Glasform und gebe den Kartoffelbrei darauf. Stelle das ganze so lange in den Ofen (ca. 20-30 min), bis es eine hellbraune Kruste gibt.

 

Guten Appetit!

 

 

 

Dienstag, 23.08.2016

Donnerstag, 25.08.2016

Heute mal wieder ein Update.

Inzwischen bin ich in meine neue Gastfamilie eingezogen und es ist wirklich super.

Die Gastmutter macht supertolles Essen, die Wohnung ist Sauber und auch meine Mitbewohnerin aus Kolumbien ist sehr aufgeschlossen und fröhlich. Wir haben bereits beschlossen, dass sie mir mal zeigt, wie man richtigen kolumbianischen Kaffee trinkt. Der an der Sprachschule angebotene als kolumbianisch bezeichnete Kaffee sei nämlich überhaupt keiner, was für eine Schande! Natürlich werde ich auch davon berichten.

                                                        

Die 13 jährige Tochter konnte mir gestern etwas über die Schule in England erzählen. Am meisten hat mich interessiert, was in Englisch gelesen wird. Was dem Deutschen sein "Faust" ist, ist dem Engländer sein "great expectations" (Charles Dickens). Die Schüler finden es aber wohl überall gleich schrecklich. :-)

Was mich ein wenig erschreckt hat ist, dass die Schule jeden Tag, auch am Freitag, bis 15:00 Uhr dauert. Das arme Mädchen pendelt auch noch 1 1/2 Stunden von London nach Oxford und wieder zurück, weil nächstes Jahr eventuell ein Umzug ansteht.

 

Momentan haben wir eine regelrechte Hitzewelle, ich habe gesehen, dass ihr auch eine ordentliche Portion davon abkriegt.

Ich habe einem Lehrer, der sich immer besonders über hohe Temperaturen freut gesagt, dass ich das gute  Wetter importiert habe und es auch wieder mitnehmen werde. Nach einigem Betteln habe ich eingewilligt, wenigstens die Hälfte dazulassen – eventuell. Da war er aber erleichtert!

Wegen dieser Hitzewelle war ich auch sehr aktiv, wer lässt sich schon Sonnenschein in England entgehen?

 

 

Der botanische Garten in Oxford ist wirklich eine besondere Erfahrung. Es gibt Pflanzen aller Art und jeder ist dazu eingeladen, sie zu berühren. Dass es so viele verschiedene Blattstrukturen gibt, war mir ehrlich nicht bewusst bzw. es ist erst jetzt wieder in mein Bewusstsein gedrungen.

 

Kuschelige Zweisamkeit mit einer Liane

 

Allein unter Pfeifenputzern

 

Wehe, wer seinen Finger da reinsteckt :-)

 

Wo bin ich wohl?

 

Auch die Malls sind immer wieder ein Abenteuer. Oxford ist aufgrund seiner zahlreichen Unis ein richtiger melting pot, daher findet man, auch aufgrund des kolonialen Hintergrunds, viele frische Waren, die man in Deutschland selten oder gar nicht bekommt. Bilder davon folgen noch.

 

Jedoch sind auch die Geschmäcker kurios, wenn es um den Geburtstagskuchen geht. Kuchen wie diese sind tatsächlich keine Seltenheit.

:-)

So viel erst mal, bis bald.

Freitag, 19.08.2016

Freitag, 19.08.2016

 

Leute, ich bin schon seit Sonntag in England! Wie schnell die Zeit vergeht.

Aber jetzt fühle ich mich erst so langsam, als wäre ich angekommen. Einerseits weil ich mich immer mehr an das Umfeld gewöhne, andererseits weil es endlich mal englisches Wetter gibt – es regnet. Übrigens ist die von uns für ach so Englisch gehaltene Redewendung "It's raining cats and dogs" schon sehr veraltet, habe ich mir von meiner Klassenlehrerin Selina sagen lassen. statt also eine über 60 Jahre alte Redewendung zu verwenden, sollen wir "It's pissing down outside." sagen. Ja, das klingt auf jeden Fall sehr modern :-)

 

In der Schule läuft es einfach super.

Margarete ist heute fast den ganzen Tag nicht im Unterricht gewesen und ich habe mich super aufgehoben gefühlt. Die Materialien hatten wir schon vorher vorbereitet und die Mitschüler hatten keine Hemmungen, mit mir in Kontakt zu treten.

Auch was meine Wohnsituation angeht naht Besserung! Wir sind gestern in die Residenz der Schule umgezogen und werden übermorgen in eine neue Gastfamilie ziehen.

Soweit das Neueste von mir.

Übrigens ist jetzt endlich die Kommentarbox aktiviert... Ab jetzt könnt ihr also wirklich kommentieren.

 

So long.

Mittwoch, 17.08.2016, update

Freitag, 19.08.2016

 

Hi Leute,

bin voll am Einleben.

Die Schule ist großartig, nur pendelt sich gerade alles mit den Lehrern ein. Die offene, lockere Atmosphäre jedoch begeistert mich jeden Tag aufs Neue.

Kontakte knüpfe ich auch immer mehr.

Heute mal mehr Fotos als Text:

 

Gechille auf der Bank vor der Brookes University gegenüber unserer Sprachschule

das Grand Cafe

Hier wurde die Bücherei der Harry Potter Filme gedreht, dieser Ort ist auch ein wunderbarer Rückzugsplatz mitten in der Stadt, wenn es einfach zu laut wird.

  • Bis danncoolcoolcool

 


     

      
  

 

Montag 15.08.2015, first day at the EF school

Mittwoch, 17.08.2016

Heute war der erste Tag an der Sprachschule. Wirklich Unterricht hatten wir nicht, nur eine Einführung, einen Stadtrundlauf und den Rest des Tages Freizeit.

Interessant finde ich, dass die Straße unserer Sprachschule eine so genannte "private road" ist. Zugang haben also nur wir als Sprachschüler und die reichen Hausbesitzer, die in dieser Straße wohnen. Wir sollen uns aber ruhig verhalten. Betritt man ohne Erlaubnis eine private road, muss man eine hohe Gebühr zahlen. Von einer ähnlichen Wohnsiedlung habe ich in Deutschland noch nie gehört, nur von Gated Communities in den USA. Die Private Roads sind dann also englische Gated communities, nur eben ohne Tor.

Strenger als erwartet ist auch die Ahndung bei störendem Verhalten nach 23:00 Uhr. Dann hat man auf der Straße nämlich nur noch in Zimmerlautstärke zu sprechen, ansonsten droht eine hohe Gebühr, Wer dabei erwischt wird, wie er Abfall fallen lässt, und sei es nur ein Zigarettenstummel, zahlt 80 Pfund Gebühr. Diese Maßnahme finde ich wirklich hervorragend, auch wenn es an der Umsetzung fehlt, obwohl Polizisten extra nur für die Suche nach Abfallsündern eingeteilt werden.

Die ersten Eindrücke der Sprachschule waren sehr positiv, das Personal ist sehr jung, dynamisch und vor allem hilfsbereit. Es wird stunden geben, die wir alle zusammen als Klasse zwischen 12-15 Personen haben, aber auch Kurse, die man sich individuell aussuchen kann. Ich habe mich als erstes mal für Vokabeltraining und Sprichwörter entschieden, kann aber jederzeit wechseln.

Was den Kontakt zu Mitschülern angeht, war es heute noch etwas schwierig. Zum Einen ist es eben leider so, dass sich die Nationalitäten, so bunt gemischt sie auch sein mögen, immer wieder zusammenfinden. Vor allem die große Türkengruppe und die Deutschengruppe möchte ich ein wenig meiden, um nicht zum Deutschsprechen verführt zu werden. Margarete und ich versuchen auch, möglichst Englisch zu sprechen.

Aber zum anderen ist es ja auch unglaublich stressig, plötzlich in einem fremden Land mit völlig neuer Umgebung zu sein. Deshalb ist es wohl normal, dass wir uns alle ein wenig zurückziehen und Sicherheit bei Landsleuten suchen :-) Ich glaube, mit der Zeit werden sich immer mehr Barrieren abbauen und die Nationalitäten aufeinander zugehen,

vor allem wenn die 120 neuen Schüler (insgesamt sind wir fast 1000 Schüler)in kleinere Gruppen aufgeteilt werden. Der EF-Unterricht basiert auf Partner- und Gruppenarbeit, daher wird wohl ein Kennenlernen wirklich sehr erleichtert werden, auch für mich, wenn die Gruppe übersichtlich wird.

Netten Kontakt habe ich mit einem deutschen Mitschüler und einer ebenfalls deutschen Mitschülerin gemacht, als ich dem Mitschüler das Leben rettete, indem ich der Vermittler zwischen ihm, seinem Vater und der Superpinn seiner gesperrten Karte war. Ich werde mich vielleicht mal zum Ausgehen mit den beiden treffen, allerdings an einem Ort, wo wir die englische Sprache um uns haben. Sobald ich mich eingelebt habe, möchte ich auch den Kontakt zum Blindenverband Oxford aufbauen. Ich möchte wirklich so viel wie möglich von England und seiner Kultur mitnehmen.

Mit meiner Gastfamilie hat es sich erledigt, wir wollen ausziehen. Gestern noch die Hilfsbereitschaft in Person, heute absolut abweisend und unfreundlich, zudem noch der wirklich verzogene Hund. Mit der Enge komme ich zwar besser klar, jedoch glaube ich einfach, dass die Dame einfach zu krank ist, um Gäste aufzunehmen.

Aber trotz der Schlappe mit der Unterkunft überwiegt das Positive:  Oxford ist wunderschön, vor allem am Abend. Genauere von mir als Nichtsehende Beschreibungen nebst Fotos von Margarete folgen noch. Nur eines muss ich noch loswerden: Heute war einfach umwerfendes Wetter, ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe tatsächlich einen ganz leichten Sonnenbrand!

 

Ihr könnt auch in die Kommentare schreiben, wenn ich etwas ausführlicher/knapper berichten sollte, ich schreibe einfach so jeden Abend frei heraus. Gerne könnt ihr auch jede Art von Fragen stellen.

Bis dann also. I'll write as soon as possible.

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